Eine beeindruckende Persönlichkeit wird pensioniert
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Er hat geplant, organisiert und Verantwortung getragen und dabei nie vergessen, worum es eigentlich geht: um Menschen. Nach über 24 Jahren bei der Ausee-Garage tritt Patrick Schaffter, Leiter Aftersales, in den Ruhestand. Fehlen wird nicht nur seine fachliche Kompetenz, sondern auch eine Haltung, die den Betrieb nachhaltig geprägt hat.
Am 2. August 2001 trat Patrick Schaffter seine Stelle bei der Ausee-Garage an. Als Leiter Aftersales war er verantwortlich für den gesamten technischen Bereich nach dem Fahrzeugverkauf, darunter Werkstatt, Carrosserie und Ersatzteillager. Nun beginnt für ihn ein neuer Lebensabschnitt. Und der fühlt sich gut an. «Ich freue mich auf die gewonnene Zeit, die mich jetzt erwartet. Vor allem darauf, nichts mehr zu müssen», sagt er.
Wie diese neue Freiheit aussehen wird, lässt er bewusst offen. Skifahren, Spazieren, Joggen gehören dazu, aber ohne festen Plan. «Ich lasse es auf mich zukommen und nehme Tag für Tag.» Diese Haltung begleitete ihn auch im Berufsalltag. «Für mich ist immer der nächste Tag der wichtigste.» Natürlich habe ich geplant, aber nie zu weit vorausgeschaut. Im Moment zu leben und ihn bewusst zu geniessen, sei ihm immer wichtig gewesen.
«Der beste Arbeitgeber»
Die Jahre bei der Ausee-Garage beschreibt Patrick Schaffter als intensiv, spannend und sehr lehrreich. Als privates Unternehmen habe sich der Betrieb im Umfeld grosser Importeure behaupten müssen. Das sei anspruchsvoll gewesen, habe aber auch Freude gemacht.
Besonders geprägt habe ihn der familiäre Charakter der Ausee-Garage. Zuerst arbeitete er unter Jürg Weber, später unter dessen Sohn Marc Weber. «Ich hatte immer den besten Arbeitgeber», betont Schaffter. «Besser als hier hätte ich es nicht haben können.»
Mitarbeitende im Zentrum
Im Zentrum seiner Arbeit standen stets die Menschen. «Nur zufriedene Mitarbeitende machen einen Betrieb erfolgreich.» Er suchte täglich den Kontakt zu ihnen, hörte zu und wollte spüren, wie es den Leuten geht. Diese Nähe habe Vertrauen geschaffen. Menschlichkeit und Miteinander standen für ihn an oberster Stelle. Wenn jemand im Stress war oder private Sorgen hatte, habe er geholfen, wo er konnte, auch mit Grosszügigkeit und Verständnis.
Verantwortung für die nächste Generation
Ein besonderes Anliegen waren ihm auch die Lernenden. Der Einstieg ins Berufsleben sei für viele anspruchsvoll. Umso wichtiger sei es ihm gewesen, dass sie ernst genommen werden und wirklich etwas lernen. Das positive Feedback anderer Garagen, die Lernende nach ihrem Abschluss übernommen haben, habe ihn sehr gefreut. «Die Leute, die von euch kommen, sind immer super ausgebildet», habe er oft gehört.
Respekt im Umgang mit Kundinnen und Kunden
Auch der Kontakt zu den Kundinnen und Kunden war ihm wichtig. Gerade in schwierigen Situationen setzte er auf Gespräche und gemeinsame Lösungen. Ruhig und respektvoll bleiben, das war sein Credo. Den Respekt, den er so zeigte, habe er auch zurückerhalten. «Ich habe mich nie ausgenutzt gefühlt. Im Gegenteil.»
Beeindruckende Persönlichkeit
Inhaber und Geschäftsführer Marc Weber würdigt Patrick Schaffter als eine beeindruckende Persönlichkeit, die die Ausee-Garage über viele Jahre entscheidend mitgeprägt hat: «Er hat massgeblich zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen, ist loyal gewesen, offen für Neues und hat stets das Wohl der Firma, der Mitarbeitenden sowie der Kundinnen und Kunden in den Mittelpunkt gestellt.» Dadurch habe er perfekt in das Team gepasst.
Und dann sind da noch die kleinen Dinge, die bleiben. Der tägliche Apfel um 17 Uhr. Die immer gleiche Kaffeetasse. Und seine Ruhe. Sein Nachfolger Andreas Flückiger bringt es auf den Punkt: «Ruhig bleiben, das konnte Patrick Schaffter wie kaum ein anderer.»
In der Ausee-Garage ist man sich einig: Mit Patrick Schaffter geht nicht nur eine äusserst kompetente Führungskraft in den Ruhestand, sondern vor allem ein Mensch, der das Arbeitsklima über Jahre hinweg geprägt hat.
Danke, Patrick! Für deinen Einsatz, deine Haltung und deine Menschlichkeit. Und alles Gute für das, was kommt oder eben auch für das, was nicht muss.
